Das sagen unsere Besucher:

„Für uns ist diese Show perfekt, da man den nahen Kontakt mit den einzelnen Herstellern hat. Man wird sehr hilfsbereit über die Neuerungen informiert und auch bei Problemlösungen sehr gut beraten.“

 

 

Frauen tun es am liebsten, montags, Männer bevorzugen den Mittwoch. Was beide Geschlechter wiederum eint: Am liebsten tun sie es am Arbeitsplatz zwischen 10:00 und 18:00 Uhr. Zu dieser Tageszeit werden die meisten Einkäufe im Internet erledigt.

Etablierte Verfahren
Auch wenn es um das Bezahlen geht, funktioniert die New Economy weitgehend in altbewährten Mustern: Mehr als 65 Prozent aller Transaktionen in deutschen Online-Shops werden über das Lastschriftverfahren abgewickelt. Mit deutlichem Abstand erst folgt die Kreditkarte auf Platz zwei vor reinen offline Zahlungsmethoden wie Rechnung, Vorkasse, oder der guten alten Nachnahme.

“Die etablierten Zahlungsmethoden dominieren im E-Commerce”, bestätigt Branchenexperte Stefan Heng, Deutsche Bank Research. “Es drängen zwar viele innovative Bezahlsysteme in den Markt. Sie beschränken sich aber oft auf Teilsegmente oder Kleinstbeträge.” Selbst Big-Player wie Microsoft oder Yahoo scheitern bei dem Versuch, mit “Passport” oder “Pay Direct” eigene Online-Zahlungsmethoden zu etablieren. “Wenn das Bezahlverfahren bei den Internetnutzern nicht akzeptiert wird, läuft selbst das attraktivste Produkt Gefahr, an der virtuellen Ladentheke liegen zu bleiben”, resümiert Analyst Stefan Heng.

Vielfalt ist also gefragt. Um den Kunden ein möglichst breites Spektrum an Alternativen zu bieten, offerieren die meisten Händler gleich eine ganze Reihe von Zahlungsoptionen. Ein Überblick über die wichtigsten Verfahren:

Lastschrift
Für den Käufer ist die Zahlung per Lastschrift eine verhältnismäßig sichere Angelegenheit. Zwar muss er dem Online-Shop-Betreiber seine Bankverbindung übermitteln, etwaigen Abbuchungen kann er jedoch später immer noch widersprechen. Die Möglichkeit der Rücklastschrift macht das Verfahren für Händler riskant, allerdings helfen Adress- und Bonitätsprüfungen durch die Schufa, Arvato Infoscore oder andere spezialisierte Dienstleister, dieses Risiko zu minimieren.

Rechnung
Die Lieferung auf Rechnung stellt für den Online-Shop-Betreiber die riskanteste Variante dar. Selbst wer nur an “gute Stammkunden” auf Rechnung liefert, kann schnell ein böses Erwachen erleben. Um das Risiko des Zahlungsausfalls zu begrenzen, empfiehlt sich auch hier vor der Auslieferung der Ware, die Kundenadresse durch Anbieter von Risikomanagementsystemen zu überprüfen oder entsprechende Services der Zahlungsdienstleister zu nutzen. Die Integration derartiger Filter in den eigenen Shop ist unproblematisch und die Kosten für den Sicherheitscheck machen sich in der Regel schnell bezahlt.

Vorkasse oder Nachnahme
Wer nur gegen Vorkasse oder per Nachnahme liefert, den plagen Betrugs- und Bonitätssorgen weit weniger. Der große Nachteil dieser Zahlverfahren ist jedoch die geringere Akzeptanz bei den Internetnutzern. Nur die wenigsten Käufer sind bereit, in Vorleistung zu treten, ohne die Ware in den Händen zu halten.

Kreditkarte
Kreditkarten sind weltweit verbreitet und das internationale Zahlungsmittel schlechthin – für das World Wide Web sind die Plastikkärtchen daher sozusagen die standesgemäße Art der Bezahlung. Dank immer ausgefeilteren Sicherheitstechniken sinkt auch die Zahl der Betrugsfälle kontinuierlich. Nachteilig aus der Sicht des Handels sind die vergleichsweise hohen Kosten, die bei jeder Transaktion anfallen.

Newcomer: Giropay
Noch relativ jung ist das Internet-Zahlverfahren Giropay. Es wird gemeinsam von den Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie der Postbank betrieben. Voraussetzung für die Nutzung durch einen Käufer ist ein für das Online-Banking freigeschaltetes Konto bei einem der Kreditinstitute. Mit Hilfe von Giropay kann der Warenkorb unmittelbar per Online-Überweisung bezahlt werden. Aus Sicht des Handels ist allerdings die Abwicklung von Out-of-Stock-Situationen nicht unproblematisch  wenn die bereits bezahlte Ware nicht lieferbar ist.

Via E-Mail: Paypal
Ein originäres Internet-Zahlverfahren stellt Paypal des Auktionshauses Ebay dar. Mehr als fünf Millionen deutsche Internetsurfer sind bei Paypal registriert. Mit Hilfe eines Paypal-Accounts sind unterschiedliche Transaktionen von der klassischen Lastschrift über die Giropay-Überweisung bis zur Kreditkartenzahlung möglich. Der Kunde erhält einen gewissen Käuferschutz und muss seine sensiblen Daten ausschließlich Paypal bekannt geben. Ebay versucht Paypal als Standardverfahren für Zahlungen im Netzt zu etablieren und wirbt derzeit auch in Deutschland gezielt große Online-Shops an. Für Händler hat Paypal den Nachteil, dass seit Februar 2007 relativ hohe Kosten anfallen: Für Zahlungen aus Deutschland liegen die Gebühren bei 0,9 bis 1,9 Prozent der Kaufsumme plus 0,35 Euro pro Transaktion.

Click & Buy, T-Pay und Co
Alle anderen Online-Zahlverfahren – vom IP-Payment über virtuelle Geldbörsen bis hin zu Web Cents – stecken entweder in den Kinderschuhen oder führen ein Nischendasein. Wer sie nicht offeriert, muss deshalb nicht fürchten, einen potenziellen Kunden zu verprellen. Doch die Wirtschaftswelt im Web dreht sich schnell – ein Zahlungsweg, den heute noch niemand kennt, kann morgen schon weltweit etabliert sein.

Autor: Hanno Bender
Quelle: Der Handel 2007, Sonderheft “E-Commerce richtig gemacht”, Seite 16ff.

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