Intranet oder Video-Konferenz sind die Zukunft der Kommunikation, da waren sich Vordenker einig. Vorbei mit der Kapazitätsverschwendung am runden Tisch, schafft die Meetings ab! Die Vorfreude mancher „Meeting-Opfer“ war groß. Zu Recht?

Eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim kommt zu einem ganz anderen Ergebnis: Die Untersuchungen der Kommunikationswissenschaftler zeigen, dass mit zunehmender Virtualisierung das Bedürfnis nach persönlicher Kommunikation wächst. Fast 50 Prozent der Kommunikation erfolgt bei Managern über Face-to-Face Meetings, 26 Prozent über Face-to-Face Dialoge, erst dann folgen Telefonate oder E-Mails.

Konkret bedeutet das: Meetings sind nach wie vor ein unverzichtbares Kommunikationsinstrument im Büroalltag. Besprechungen im digitalen Raum konnten sich auf breiter Ebene nicht durchsetzen. Als Gesellschaftswesen ist der Mensch auf den persönlichen Kontakt zu seinen Mitmenschen angewiesen – die persönliche Beziehung schafft Vertrauen und verstärkt die Unternehmensidentifikation. Man lernt sich „von Angesicht zu Angesicht“ kennen, kann sich gegenseitig zu kreativen Ideen anspornen und dabei zielgerichtet Lösungswege ergründen.

Ein solider Baustein im Mauerwerk der Kommunikation: Auf die persönliche Begegnung kann – in richtiger Balance zu den virtuellen Kommunikationsmitteln – auch in Zukunft nicht verzichtet werden.

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