Interview mit Stefan Scharmann, Geschäftsführer Jakob MAUL GmbH
Herr Scharmann, Markenhersteller sichern uns Qualität zu. Was aber genau verbirgt sich hinter dem Wort „Qualitätssicherung“?
Die Qualitätssicherung beinhaltet alle Unternehmens-Maßnahmen, die eine konstante Produkt- und Prozessqualität sicherstellen.
Welche Maßnahmen stehen Ihnen hierfür genau zur Verfügung?
Wir setzen stark auf Eigenverantwortung, weniger auf Kontrolle. Unsere qualifizierten Mitarbeiter sind am Unternehmenserfolg beteiligt, eine Art Unternehmer im Unternehmen. Dadurch werden sie zusätzlich angespornt, die festgelegte Qualität sicherzustellen. Durch unsere Fertigungstiefe in Deutschland, haben wir zudem die Produktqualität selbst im Griff.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser…
Unsere Mitarbeiter zu kontrollieren würde bedeuten, ihnen nicht zu vertrauen. Das aber schürt Ängste und Unsicherheiten und führt zu Fehlleistungen. Aber natürlich garantieren wir unsere gleich bleibend hohe Qualität auch durch stichprobenartige Produkttests.
Wir nehmen Sie beim Wort: Können Sie uns ein konkretes Beispiel eines Produkttests nennen, bei dem die Qualität geprüft wird?
Seit 2001 führt MAUL Langzeittests mit Batteriewaagen durch. Ergebnis: Sie laufen immer noch! Wir unterziehen unsere Produkte schon mal einem Falltest aus fünf Metern Höhe auf einen Steinboden und natürlich werden die Produkte von MAUL zusätzlich durch den TÜV geprüft.
Sind Sie somit ein Qualitätsunternehmen?
Ganz eindeutig: Ja! Wir fertigen qualitätsorientiert in Deutschland, haben die notwendige Erfahrung und die Flexibilität, um auf neue Gegebenheiten schnell und effizient zu reagieren. Qualität ist bei MAUL ein Leistungsversprechen.
Auch in Ihrer Branche überschwemmen qualitativ schlechte Import-Produkte den Markt. Wie stehen Sie dazu?
Ein absolut aktuelles Thema. Billigimporte lassen oft die vorgeschriebene Qualität vermissen, aber am Ende setzt sich Markenqualität durch und genau danach richten wir uns: Qualitätssicherung ist für uns 365 Tage im Jahr aktuell.
Was raten Sie Unternehmen, die der Qualitätssicherung gar keine oder nur beiläufige Bedeutung zumessen?
…diese Einstellung rasch zu ändern. Die Mühen und Kosten, einen durch schlechte Qualität entstandenen Vertrauens- und Imageschaden zu beheben, sind weitaus größer, als in die Qualitätssicherung zu investieren. Ein solcher Schaden lässt sich oft nur sehr schwer wieder beheben.
