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Was ist eigentlich Small Talk? Das Lexikon sagt „ein kurzes Gespräch, beiläufig geführt, eher von belanglosem Inhalt“. Aha! Das klingt ja ziemlich einfach. Dennoch hat mancher Hemmungen vor dieser kleinen Plauderei. Was, wenn einem nichts Geistreiches einfällt, oder man den anderen versehentlich beleidigt, obwohl es nur witzig sein sollte? Damit Sie vor dem nächsten Meeting oder beim Kaffeeholen in keine unangenehme Situation geraten, haben wir für Sie ein paar einfache Tipps zusammengestellt.

Das Beste beim Small Talk: Es kommt gar nicht darauf an, etwas sehr Schlaues zu sagen! Beginnen Sie einfach mit einem leichten Thema wie Reisen, Hobbies oder dem Klassiker Wetter. Eine der Grundregeln ist: Bleiben Sie an der Oberfläche! Vermeiden Sie polarisierende Inhalte wie Religion oder Politik. Über Ihre Krankheiten oder die Ihres Hundes möchte zwischen Tür und Angel niemand genaueres erfahren. Und auch beim Thema Sport kann es schon mal heikel werden. Um heißen Kaffee auf Ihrer Hose zu vermeiden, nachdem Sie Ihre Einschätzung über das letzte Schalke-Spiel zum Besten gegeben haben, bleiben Sie in diesem Fall lieber allgemein.

Das größte Tabuthema ist auch in der Berufswelt eines der beliebtesten: Lästern über die Kollegen. Dabei kann es nur schlecht für Sie ausgehen, und das nicht nur, wenn das Objekt Ihrer Attacke direkt hinter Ihnen steht. Natürlich können Sie sich mal gemeinsam ärgern, dann aber bitte nur über Sachliches, wie den Stau auf dem Weg zur Arbeit.

Ganz wichtig ist beim Small Talk, dass Sie gut zuhören und adäquat antworten. Spielen Sie nicht lediglich desinteressiert einen allgemeinen Fragenkatalog ab. Falls Sie bei einem Thema überhaupt nicht drin sind, zeigen Sie Ihre Neugier! Stellen Sie offene Fragen, wie z. B. „Das wollte ich auch schon immer mal machen! Wie sind Sie denn darauf gekommen?“. Bleiben Sie dabei authentisch. Seien Sie selbstbewusst, aber prahlen Sie nicht mit Fachwissen, auch wenn Ihr Gesprächspartner Ihrer Meinung nach keine Ahnung hat. Schließlich ist eine weitere wichtige Regel beim Small Talk: Alle sollen sich wohlfühlen! Überzogene Selbstdarstellung führt zum Fremdschämen, das haben Sie sicherlich auch schon einmal erlebt.

Small Talk lohnt sich immer, denn er kann Ihre Karriere beleben. Vielleicht finden Sie ja heraus, dass Ihr Vorgesetzter genau wie Sie ausgerechnet auf den neuen Håkan Nesser abfährt. Mit dem gemeinsamen Hobby haben Sie bei der nächsten Beförderung gleich einen Pluspunkt auf Ihrer Seite. Auch bei Ihren Kollegen bleiben Sie im Gedächtnis und werden, wenn nicht zu einer interessanten Aufgabe, vielleicht zur nächsten After-Work-Party dazugeholt – genauso entsteht dann das oft benötigte Vitamin B.

Und falls Sie doch einmal ins Fettnäpfchen stolpern, haben Sie keine Scheu. Mancher Fettnäpfchen-Sturz lässt sich auch durch eine gute Portion Witz und einem Schuss Selbstironie wieder glatt bügeln. Mit etwas Glück ist Ihr Gegenüber ein Fan rabenschwarzen Humors. Und wenn alles nichts hilft, denken Sie einfach: Jeder hat mal einen schlechten Tag. Beim nächsten Mal sieht alles wieder ganz anders aus. Oder wären Sie ewig nachtragend, nur weil sich jemand mal etwas ungeschickt äußert? Sehen Sie, da stehen Sie doch drüber!

Welches Thema Sie auch wählen – Jeder Small Talk findet, wie der Name schon sagt, ein schnelles Ende. Vielleicht haben Sie gerade eine schöne Gemeinsamkeit gefunden, wie Joggen oder ein Lieblingsreiseland. Das bietet sich doch hervorragend für eine anknüpfende Verabredung in der Kantine oder gleich zum gemeinsamen Training an. Auf jeden Fall haben Sie beim nächsten zufälligen Treffen wieder ein Thema. Wie aber das Gespräch mit einem eher unsympathischen Zeitgenossen beenden? Oder das Gespräch gestaltet sich zäh, da der Funke einfach nicht überspringen will? Wenn Sie Glück haben, stoppt der Aufzug gerade auf Ihrem Stockwerk – oder auf dem des Gesprächspartners. Auch das Ende der Raucherpause läutet ganz natürlich den Abschluss Ihres Gespräches ein. Ein unverbindliches „Man sieht sich!“ unterwirft Sie keinerlei Verpflichtungen, Ihren Gesprächspartner das nächste Mal wieder anzusprechen. Vielleicht sind Sie dann dank unserer Tipps auch etwas besser vorbereitet.

Je mehr Gespräche Sie führen desto besser, denn Small Talk lässt sich hervorragend trainieren. Wenn Sie eher schüchtern sind, üben Sie mal mit einem Bekannten. Oder im Café mit der Kellnerin. Sie werden sehen, das geht schneller als man denkt! Hauptsache, Sie haben etwas gesagt. Spätestens nach der Feststellung „Mensch, dieses Blitzeis! Bin heute Morgen kaum aus der Garage gekommen!“ ist das erste Eis gebrochen.

Wir wünschen viel Spaß beim Small Talk! Nur Mut, und nicht aufgeben, wenn es mal holprig wird. Es lohnt sich – ein nettes Gespräch im Büro macht gleich viel bessere Laune für den Tag.

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