Wer kennt sie nicht, die gut gemeinten Ratschläge der Eltern, die leider schon damals beim Hausaufgabenmachen nicht geholfen haben: „Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“ Wenn sich die Arbeitsstapel auf Ihrem Schreibtisch ungelesen und unbearbeitet anhäufen, besteht dringend Handlungsbedarf. Denn wer das ewige Aufschieben in den Griff bekommt, ist deutlich zufriedener, motivierter und effizienter am Arbeitsplatz. Und: Aufschieberitis kann sich sogar noch positiv auf Ihre Karriere auswirken, denn gerade in einer immer schnelllebigeren Berufswelt ist die Fähigkeit zur Selbstmotivation besonders wichtig, betont auch die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung (DGFK), Susanne Rausch.
Wie also bekommen Sie am besten das Erfolgsgefühl, endlich einen Haken hinter eine bewältigte Aufgabe setzen zu können? Und wie markieren Sie für Sie wichtige Informationen so, dass Sie sie in der Informationsflut auch gleich wieder finden? Lesen Sie die folgenden Tipps. Wenn Sie diese befolgen, können Sie endgültig Schluss mit der Aufschieberitis machen:
1.) „Auch die längste Reise beginnt mit einem einzelnen Schritt“. Machen Sie sich das Prinzip dieses alten chinesischen Sprichwortes zunutze: Oft schieben wir Dinge vor uns her, die wie ein großer Berg vor uns stehen. Leichter wird es, indem Sie sich komplexe Aufgaben in kleine Teilschritte aufteilen und die wichtigsten ToDos markieren. So behalten Sie den Überblick und können sich Tag für Tag und Stück für Stück vorarbeiten.
2.) Auf Ihrem Schreibtisch stapeln sich mal wieder zahlreiche Fachbücher, die Sie schon lange durchsehen wollten? Reduzieren Sie diese auf ein Einziges. Und dann highlighten Sie nur die wichtigsten Passagen. Fertig ist das Nachschlagewerk. Auch Ihre Kollegen werden es Ihnen danken.
3.) Erstellen Sie eine To-Do-Liste, in der Sie alle anstehenden Aufgaben nach Ihrer Priorität ordnen. Legen Sie in einem Zeitplan für jede Aufgabe fest, wann sie erledigt sein muss – und halten Sie sich daran.
4.) Treffen Sie eine Vereinbarung mit Ihrem inneren Schweinehund. Legen Sie fest, welche Arten von Aufgaben Sie in Zukunft nicht mehr aufschieben werden. Gestehen Sie sich aber Aufgaben und Dinge zu, die Sie weiterhin aufschieben dürfen – Sie müssen sich ja nicht gleich komplett umkrempeln.
5.) Streichen Sie den Ausdruck „Ja, aber“ aus Ihrem Wortschatz. Sie brauchen ab heute keine Ausreden mehr, um Ihre Arbeit zu erledigen.
6.) Belohnen Sie sich für erledigte Aufgaben.
Probieren Sie’s aus: Sie werden merken, wie gut es sich anfühlt, am Ende eines arbeitsreichen Tages die gesetzten Aufgaben erledigt zu haben. Und dieses Erfolgserlebnis löst auch gleich die Motivation für den nächsten Tag aus, weil Sie klar markiert haben, was wirklich wichtig ist.
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